Schulprojekt nimmt konkret Form an

Bearbeitet von Jochen Czech 23.04.2015

(Die Glocke - gad)
Acht Tonnen Schotter haben  30 Schüler aus der sechsten Klasse der Gesamtschule und zehnten Klasse der August-Claas-Hauptschule am Freitagvormittag mit Schubkarren und Schaufeln im hinteren Bereich des Schwestergartens der katholischen Gemeinde St. Lucia verteilt. Eine Anlage mit Hochbeeten soll entstehen.

Schweißtreibend gestaltete sich der Einsatz am Freitagmorgen: Gemeinsam verteilten die rund 30 Schüler der Gesamt- und der August-Claas-Hauptschule acht Tonnen Schotter auf dem Areal des Schwesterngartens.
Dabei achteten die älteren Schüler aus der Klasse 10 a der Hauptschule darauf, dass die jüngeren aus der sechsten Profilklasse Technik der Gesamtschule, mit den Aufgaben nicht überfordert wurden. Schüler aus beiden Schulformen engagieren sich seit dem vergangenen Jahr im Rahmen eines gemeinsamen Schulprojektes. Entstehen soll eine rund 400 Quadratmeter großen Garten-Oase. Bezug nehmend auf die aktuelle Diskussion über Alltagsfähigkeiten von Schülern, freute sich Gesamtschulleiter Andreas Stork darüber, dass Jugendlichen beider Schulformen mit diesem Projekt eine praxisnahes Handwerk vermittelt werde. „Wenn unsere Kinder die Schule verlassen, dann haben sie sehr viel Alltagshandwerk erlernt, was sicherlich auch für ihr weiteres Leben nützlich sein wird.“ Unterstützung gab es dafür auch von Ford Hecker. Das Unternehmen spendete einen Anhänger im Wert von 1000 Euro. Dank einer Volksbank-Spende in Höhe von 8000 Euro wurde dieser dann zu einem mobilen Geräteschuppen umgebaut. So habe man die Gartengeräte und Werkzeuge immer dort, wo gerade Arbeitseinsätze zu erledigen seien, freute sich Projektleiter und Lehrbeauftragte der Gesamtschule und August-Claas-Schule, Martin Meierkord.

Ein Garten als Lernstandort
Nachdem am Freitag nun der Schotter in dem von Schülern im Dezember 2014 ausgekofferten Bereich der Hochbeete verteilt wurde, werden weitere Arbeiten folgen. „Wenn man sieht, was bereits schon jetzt alles von den Jugendlichen erreicht wurde, dann ist das schon beeindruckend“, lobte Andreas Stork. Die mit Erde gefüllten Hochbeete sollen aber nicht nur den schulischen Projektgruppen, sondern auch interessierten Senioren zukünftig ermöglichen, den Schwestergarten mitzugestalten. Die geschotterten Wege ermöglichen das Befahren mit Rollatoren. Nach Vorstellung aller Schulvertreter soll der Garten zum Lernstandort für Garten- und Landschaftsbau werden, in dem auch die Fächer Hauswirtschaft und Biologie Anwendung finden. In einem anderen Teil sollen Kunstprojekte und Ausstellungen stattfinden.